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Edition Banzini-Hefte (Ausgabe 7)
Kronos-Division: Geliebte Verdächtige von
Maren Frank
ISBN: 978-3-934442-86-3
Din-A-5 Heft, ca. 64 Seiten 3,95
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Inhalt:
Die Kronos-Division ist eine Spezialeinheit zur Verbrechensbekämpfung,
deren Mitglieder außergewöhnliche Talente besitzen.
Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen den kriminellen Rechtsanwalt
Stan Barker rettet die Gestaltwandlerin Aska das Leben der Anwaltsgehilfin
Trisha. Die beiden jungen Frauen kommen sich in einer sicheren Unterkunft
näher. Doch kann Aska ihrem Schützling wirklich trauen
oder steckt Trisha mit ihrem Chef unter einer Decke?
Als Trisha das Versteck heimlich verlässt, gerät sie
nicht nur in Lebensgefahr, sondern scheint damit auch den Verdacht
gegen sich zu bestätigen.
Dies ist das erste Abenteuer der Kronos-Division, weitere sind
in Planung. Der Held des nächsten Romans der Reihe ist Tyler,
ein Vampir mit festen Grundsätzen, die ins Wanken geraten,
als er bei den Ermittlungen zu einem Mordfall die reizende Jill
kennenlernt.
Leseprobe:
Aska konzentrierte sich und formte ihren Körper zu dem einer
Maus. So blieb sie klein und unauffällig, konnte jedoch sehen.
Sofort stürmte eine Vielzahl verschiedener Sinneseindrücke
auf sie ein. Sie roch das abgestandene Wasser in der Gießkanne,
die Kekse in der halbvollen Packung auf dem Couchtisch. Und den
Körpergeruch der jungen Frau.
Auf ihren winzigen Mäusebeinchen flitzte sie an der Couch hoch
und sprang von dort aus auf die Fensterbank. Zwischen zwei Blumentöpfen
spähte sie durch Farnblätter ins Zimmer. Es wirkte nicht,
als beziehe diese Frau monatlich eine größere Summe.
Das Leder der schwarzen Couch war alt und abgewetzt, der Fernseher
recht klein und, auch sonst gab es nichts, was darauf hindeutete,
dass die Bewohnerin vermögend war.
Was natürlich auch Tarnung sein konnte.
Das Telefon klingelte. Von ihrem Versteck aus beobachtete Aska,
wie die junge Frau aus dem Badezimmer sprintete. Sie hatte sich
ein weißes Handtuch um ihren schlanken Körper geschlungen.
Wassertropfen glänzten auf ihren langen Beinen.
»Ja?«, stieß sie leicht atemlos hervor.
Aska konnte nicht verstehen, was der Gesprächspartner sagte,
wohl aber bemerkte sie, wie sich das schöne Gesicht verfinsterte.
Die schmalen Brauen zogen sich zusammen und ein harter Zug erschien
um ihren Mund.
»Nein!« Sie klang wütend. »Und das ist mein
letztes Wort, Michael. Ruf mich nicht mehr an. Es ist aus zwischen
uns, endgültig. Hast du das jetzt endlich kapiert?« Sie
gab ihm keine Chance zur Antwort, da sie das Telefon mit solcher
Wucht in die Ladestation knallte, dass diese arg ins Kippeln geriet.
Askas Mäuseaugen erlaubten ihr einen guten Blick und ihre geschärften
Sinne ließen sie die Aufregung, in der sich die junge Frau
befand, wahrnehmen. Wer auch immer dieser Michael war, er hatte
sie in ein emotionales Chaos gestürzt. Tränen ließen
ihre großen Augen glitzern und die Finger, mit denen sie sich
durch ihr nasses Haar fuhr, zitterten.
Gerne hätte Aska sie nun getröstet, sie gefragt, was denn
los sei, aber das durfte sie natürlich nicht. Außerdem
würde ihre schöne Verdächtige sich vermutlich zu
Tode erschrecken, wenn plötzlich eine Maus vor sie sprang und
sich dann in einen Menschen verwandelte.
Din-A-5 Heft, ca. 60 Seiten 3,95
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